Geschichte

Die Glockengießerei Petit en Fritsen ist der auf zwei nach älteste Familienbetrieb in den Niederlanden.

Um 1690 kommt Nicolas Jullien, Spross eines alten Glockengießergeschlechts mit seinen Kindern, unter denen Alexius und Maria, nach Holland; er lässt sich in Weert nieder. Nachdem die Kinder von Marie, die mit dem Bader Jean Petit verheiratet gewesen war, durch den Tod ihrer Mutter im Jahre 1703 Waisen geworden waren, nahm Jullien sie zu sich nach Weert. Da erlernten sie das Fach bei ihrem Onkel Alexius. Von den Kindern Petit ließen sich um 1720 Jean Petit in Helmond und sein Bruder Joseph in Someren nieder. Alexius, der Sohn von Joseph, zog 1787 nach Aarle-Rixtel, zusammen mit seinen Söhnen Henricus, Everardus und Alexius jr. Seine Tochter Aldegonda heiratete Izaak Fritsen. Als Henricus, der der letzte Petit war, im Jahre 1815 seine Arbeit als Glockengießer beendete, führte Henricus Fritsen, der Sohn von Aldegonda Petit und Izaak Fritsen, die Gießerei weiter. Seitdem heißt die Glockengießerei Petit & Fritsen.

Obschon viel älter, stammt die Glockengießerei offiziell aus dem Jahre 1660, womit die “Koninklijke Klokkengieterij Petit & Fritsen” der dreiälteste Familienbetrieb in den Niederlanden ist.

Seit 1907 hat die Glockengießerei ihren Sitz im monumentalen Haus an der Klokkengieterstraat 1 in Aarle-Rixtel. Direktor ist heutzutage Herr Frank Fritsen.